Wäsche und Trocknen
 Volle Ladung!

Um eine Waschmaschine effizient zu betreiben, sollte sie bei jedem Waschgang voll beladen werden. Meist passt mehr in die Maschine, als man denkt. Und auch wenn die Maschine nicht voll ist, verbraucht sie fast gleich viel Strom, wie bei voller Auslastung.
Zwei halbe Füllungen benötigen doppelte Energiekosten. Auch die bei vielen neuen Geräten vorhandene "1/2"-Taste reduziert keineswegs auf die Hälfte des Energieverbrauchs, sondern lässt nur weniger Wasser einlaufen, wodurch der Wasser- und Energieverbrauch zwar gesenkt, aber keinesfalls auf die Hälfte herabgesetzt wird. Wie viel in die Maschine hineinpasst, steht in den Produktunterlagen bzw. auf dem Energiepickerl. Mit Programmen sparen!

Energiesparprogramme zahlen sich dagegen aus. Bei 60° C wird normal verschmutze Wäsche genauso sauber wie bei 95° C. Und oft genügen statt 60° C auch 40° C. Dadurch kann eine Menge Strom eingespart werden, denn je niedriger die Waschtemperatur, desto niedriger der Stromverbrauch. Nachteil Vorwäsche!

Ist die Wäsche nicht besonders stark verschmutzt, kann auf die Vorwäsche verzichtet werden. Durch unnötig lange Waschprogramme wird Energie verschwendet. Man erspart sich durch den Verzicht auf die Vorwäsche einen Mehrverbrauch von 10 % sowie Waschmittel und Abwasserbelastung für die Umwelt. Sollte ein Fleck wirklich zu schaffen machen, so sind Einweichen und der Einsatz von Fleckenlösern die besseren Alternativen zur Vorwäsche. Beim Bügeln sparen!

Auch beim Bügeln kann Energie gespart werden. Sowohl zu feuchte als auch zu trockene Wäsche erfordert einen höheren Bügelaufwand. Man sollte daher das Mittelmaß, also "bügelfeucht" vorziehen. Mit der Restwärme nach Ausschalten des Bügeleisens kann feine Wäsche noch problemlos gebügelt werden. Zusätzlich kann durch die Verwendung eines wärmereflektierenden Bügelbrettbezuges eine Menge an Energie gespart werden, denn der Stromverbrauch ist beim Bügeln beträchtlich: für 5 kg Wäsche benötigt man etwas 1,3 kWh. Teures Trocknen!

Verwenden Sie einen Wäschetrockner, so sollten Sie unbedingt auf die Restfeuchtigkeit der Wäsche achten. Wurde sie mit 500 Umdrehungen pro Minute geschleudert, beträgt die Restfeuchte 100 %, bei 1.000 U/min hingegen nur noch 65 %. Als Empfehlung gelten 1.200 U/min, da dann der Trockner nur noch etwa 75 Minuten für 5 kg Wäsche benötigt. Somit kann beim Trocknen entsprechend viel Energie eingespart werden, was sich bezahlt macht, denn elektrische Wäschetrockner sind wahrlich Stromfresser.
Übertrocknung schadet zudem den Textilien. Wird bei den Textilien, die gemeinsam getrocknet werden, auf gleiche Beschaffenheit und Dicke geachtet, erhalten sie eine einheitliche Trockenzeit.
Weiters gilt für den Wäschetrockner das gleiche wie für die Waschmaschine: volle Beladung bedeutet volle Effizienz.
Achten Sie zudem darauf, dass das Flusensieb regelmäßig gereinigt wird, denn Flusenknäuel, die sich in den Luftschächten und Filtern ansetzen, führen schlechten Trocknungsergebnissen und verlängern damit die Trocknungszeit. Am besten ist es, das Flusensieb nach jedem Trockengang zu reinigen.

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